Tour 4: Erleben Sie den Glanz Preußens!
Wenn Sie sich längere Zeit in Berlin aufhalten, ist ein Ausflug in die nahegelegene Stadt Potsdam unverzichtbar. Potsdam war Jahrhunderte lang die Residenzstadt der Preußischen Könige und strahlt noch heute im gleichen Glanz.
Die heutige Hauptstadt des Landes Brandenburgs grenzt im Süd-Westen an Berlin und ist binnen 30-40min mit dem Zug zu erreichen.
Sie starten Ihre Tour am Bahnhof Zoologischer Garten, der sich nur wenige hundert Meter vom Hotel entfernt befindet. Von dort aus können Sie den Regionalexpress 1 in Richtung Brandenburg(Havel) bzw. Magdeburg nehmen, der alle 30min fährt (xx:17h und xx:47h) und Sie in weniger als einer halben Stunde zum Potsdamer Hauptbahnhof bringt. Sollten Sie den Zug nicht schaffen oder er Ihnen zu voll sein, dann können Sie auch auf die S-Bahn-Linie 7 ausweichen, die Sie ebenfalls direkt vom Zoo zum Hauptbahnhof Potsdam bringt. Bei der S-Bahn müssen Sie jedoch mit ca. 10min mehr Fahrzeit rechnen.
Die bekannteste und bedeutendste Sehenswürdigkeit ist das Schloss Sanssouci mit dem Schosspark, das im 18. Jahrhundert unter König Friedrich II. errichtet wurde und wo sich heute sein Grab befindet.
Für das Schlossensemble Sanssouci sollten Sie mindestens 4h einplanen und daher mit Ihrer Potsdam-Tour dort begingen.
Zu erreichen ist es vom Hauptbahnhof aus mit der Straßebahnlinie 91 Richtung Pirschheide, mit dem Bus 605 Richtung Ecksteinweg und mit dem Bus 606 Richtung Ecksteinweg. Mit der Tram oder dem Bus 605 fahren Sie bis zur Haltestelle Luisenplatz-Süd/ Schlosspark, mit dem Bus 606 bis Luisenplatz-Ost/ Schlosspark.
Das Gelände wurde unter Friedrich II., dem Großen angelegt, der sich für seine Sommerresidenz „Sanssouci“ (frz.: ohne Sorge) den „Wüsten Berg“ auswählte. In seiner Regierungszeiten entstanden auf dem Gelände auch die Bildergalerie, das Schloss Neue Kammern, das Chinesische Haus, das Neue Palais, das Belvedere und das Drachenhaus.
Die weiteren Bauwerke, wie das Schloss Charlottenhof, die Römischen Bader, das Orangerie Schloss etc. entstanden unter Friedrich Wilhelm IV., dem Urgroßneffen des „Alten Fritz’ “, der als „Romantiker auf dem Thron“ galt.
Um all diese wunderschönen Bauwerke zu besichtigen, beginnen Sie Ihren Rundgang am besten im Schloss Sanssouci, welches im friderizianischen Rokoko erbaut ist und in dem sich 12 kostbar ausgestattete Räume befinden. Für eine Führung durch das Schloss sollten Sie 40min einplanen.
Unmittelbar neben dem Schloss befinden sich in östliche Richtung die Bildergalerie und in westliche Richtung das Schloss Neue Kammern. Die Bildergalerie war der erste eigenständige Museumsbau Deutschlands. Dort sind Werke französischer, niederländischer und italienischer Barockmaler ausgestellt.
Wenn Sie nun das Schloss in seiner ganzen Schönheit genossen haben, gehen Sie in östliche Richtung, entlang der „Maulbeerallee“. Dort kommen Sie an der historischen Mühle vorbei und sehen dann zu Ihrer Rechten die Orangerie, die heutzutage sogar noch genutzt wird. Als schönster Saal dieses Schlosses gilt der Raffael-Saal, wo sich zahlreiche Kopien der Werke Raffaels befinden. Außerdem sollten Sie den Aussichtsturm erklimmen, von welchem aus Sie Sie einen wunderbaren Blick über den Park und die Stadt haben.
Danach durchqueren Sie den Botanischen Garten und die Straße „Am Drachenberg“ bis zum Drachenhaus. Dort befindet sich auch ein gemütliches Restaurant, wo Sie speisen können wie die Preußischen Könige und Kurfürsten.
Gleich neben dem Drachenhaus steht, das Belvedere (ita. Schöner Ausblick), welche ein wahres Meisterwerk friderizianische Baukunst ist und wie sein Name verspricht einen reizvollen Ausblick über den Park und die Umgebung bietet.
Wenn Sie von dort in einem kleinen bogen gen Süden gehen, kommen Sie zum Neuen Palais, welches so prunkvoll ist, dass selbst Friedrich II. es als „fanfaronnade“ (frz.: Prahlerei, Angeberei) bezeichnete. Drinnen befinden sich reich ausgestattete Festsäle und Galerien. In diesem Gebäudeempfehlen wir Ihnen an der ca. einstündigen Führung teilzunehmen.
Vom Neuen Palais aus sehen Sie an der rechten Seite das Schloss Charlottenhof, das Kronprinzenschloss Friedrich Wilhelm, welches als eines der Hauptwerke des Architekten Friedrich Schinkel gilt. Der gleichnamige Park wurde von Peter Joseph Lenné angelegt.
Im Schloss sind die Schreibkabinette sowie das berühmte Zeltzimmer des Kronprinzenpaares zu besichtigen.
Durchlaufen Sie nun den Park und Sie kommen zum Gebäude-Ensemble Römische Bäder, welcher eine Kombination aus italienischem Landhaus, antiker Villa und antikem Tempel ist.
Nur wenige Meter weiter sehen Sie das Chinesische Haus, in welchem sowohl Meißner als auch ostasiatisches Porzellan ausgestellt wird.
Begeben Sie sich nun wieder in Richtung Schloss Sanssouci, dann können am Schluss noch die Friedenskirche besichtigen, wo sich die Grabstätte Friedrich Wilhelms IV. befindet.
Wenn Sie noch nicht genug vom friderizianischen Imperium gesehen haben, dann empfehlen wir Ihnen noch den Normannischen Turm auf dem Ruinenberg oder das Dampfmaschinenhaus zu besichtigen.
Sollten Sie sich nach diesem unfangsreichen Kulturtrip lieber etwas erholen wollen, dann gehen Sie am bestem zum Ausgangspunkt, dem Luisenplatz zurück, wo das Brandenburger Tor steht. Rings um den Luisenplatz und die Brandenburger Straße gibt’s es viele kleinere und größere Cafés sowie Gaststätten, in denen Sie sich nun erholen und die vielen Eindrücke Revue passieren lassen können. Außerdem finden Sie dort viele Geschäfte, in denen unter anderem Andenken an Potsdam angeboten werden.
Wer eventuell einen zweiten Ausflug nach Potsdam plant, für den lohnt es sich an einer Stadtrundfahrt teil zu nehmen, bei der Sie außer dem Schlosspark Sanssouci unter anderem folgende Sehenswürdigkeiten bestaunen können:
Glienicker Brücke (Brücke der Spione)
Holländisches Viertel
Jäger Tor
Brandenburger Tor
Alexandrowka (Russische Kolonie)
Alter Kaiserbahnhof
Altes Rathaus
Ehemaliger Marstall
Nikolai Kirche
Pump Moscheenhaus
Kirche St. Peter und Paul